Welche Zimmerpflanzen sind eigentlich giftig für Haustiere?

Welche Zimmerpflanzen sind eigentlich giftig für Haustiere?

Welche Zimmerpflanzen sind eigentlich giftig für Haustiere?

02/09/2018

Viele Haustiere lieben es an Hauspflanzen herumzuknabbern. Ganz besonders Wohnungskatzen, die nicht nach draußen dürfen, suchen drinnen nach frischem Grün. Manche Pflanzen giftig sind und können Deinem Haustier erheblichen Schaden zufügen können. Welche Pflanzen sind also gefährlich für Hund und Katze? Und welche sicheren Alternativen gibt es?

Katzen oder Hunde die giftige Pflanzen verzehrt haben, können ernstzunehmende gesundheitliche Probleme bekommen. Sie zeigen Symptome wie: erbrechen, Durchfall, sabbern und haben Schwierigkeiten beim Atmen. Wenn Du eines dieser Symptome bemerkst, dann gehe schnellstmöglich mit Deinem Tier zum Tierarzt. -> Wann sollte ich mit meinem Haustier zum Tierarzt gehen?

Sehr übliche, aber giftige Pflanzen:

  • Aloe Vera
  • Anemonen
  • Azalee
  • Zwiebelpflanzen, so wie Hyazinthen, Narzissen und Amaryllis
  • Chrysanthemen
  • Dieffenbachien
  • Drachenbäume (Dracaena)
  • Ficus
  • Sukkulenten (diverse Dickblattgewächse)
  • Fensterblätter
  • Lilien
  • Weihnachtspflanzen (Weihnachtsstern, Schneerose, Mistel, Stechpalme)
  • Philodendren aller Art

Vermeide es, diese Pflanzen zu Hause zu haben oder platziere sie für Deine Tiere unerreichbar außerhalb deren Reichweite. Bist Du ein Tiersitter und möchtest Hausbetreuung bei Dir zu Hause für Hunde oder Katzen anbieten? Dann prüfe zuerst einmal ob Du giftige Pflanzen bei Dir zu Hause hast, entferne diese bevor Dein Sittertier zu Dir nach Hause kommt, damit nichts passieren kann.

Katzen tendieren meist dazu giftige Pflanzen zu meiden, dennoch kannst Du Dich nie darauf verlassen, dass sie es wirklich tun. Jungtiere sind besonders gefährdet sich zu vergiften. Kätzchen und Welpen lieben es ihre Umwelt zu erforschen und tun dies gerne mit allen Sinnen. Sie sind auch noch nicht fähig giftig von ungiftig zu unterscheiden. Neugierige oder gelangweilte Haustiere, besonders Hunde, neigen dazu auch auf giftigen Pflanzen herumzumampfen.

Die Liste von giftigen Pflanzen ist sehr lang. Deshalb ist es oft auch einfach besser eine Pflanze auszuwählen die nicht giftig ist für Hunde und Katzen.

Übliche ungiftige Zimmerpflanzen:

  • Arcreapalme (Goldfruchtpalme), Zwergpalmen Fakt ist, dass Palmen ganz sicher ungiftig sind!
  • Bambus
  • Bromeliengewächse
  • Haworthien (ungiftige Sukkulenten)
  • Gerbera
  • Studentenblumen
  • Graslilien
  • Elefantenfuß
  • Orchideen
  • Farne
  • Küchenkräuter, wie Petersilie und auch Minze Manche Katzen lieben sie!

bamboo is safe for catsBambus ist eine ungiftige Pflanze

Katzen lieben Pflanzen

Natürlich sind Zimmerpflanzen eigentlich nicht da um gegessen zu werden. Viele Katzen brauchen es aber an etwas Grünem zu knabbern. Katzen, die nach draußen können, suchen sich ihr Grünzeug selbst. Wohnungskatzen aber brauchen da Deine Hilfe. Am besten ist es, wenn Du Deinen Wohnungskatzen immer wieder einen Topf mit frischem Katzengras zur Verfügung stellst. Katzengras ist angereichert mit Folsäure, welche extrem förderlich für Deine kleinen Stubentiger ist, sie hilft Katzen Haarballen wieder hervorzuwürgen. Die meisten Katzen finden es sehr lecker. Achte darauf: Katzen, die Katzengras besonders lieben, werden auch Deine ungiftigen Zimmerpflanzen probieren. Übrigens sind Katzen unfähig die Blätter zu verdauen: sie kauen auf diesen herum, um die Nährstoffe herauszuholen und speien die Pflanzenfasern wieder aus.

Wusstest Du, dass die meisten Hunde frisches (Katzen-)Gras genauso lieben? Warum Hunde es so gerne futtern, wissen wir nicht; wir vermuten, dass es ihnen einfach richtig gut schmeckt. Also, lass Deinen Liebling ab und zu ruhig genüsslich auf dem Grünzeug knabbern!

Katzen und Hunde wissen selbst wann sie genug vom Gras haben, deshalb sprechen wir hier auch keine Empfehlungen aus. Stelle Deinen Haustieren also immer gutes Grünzeug zum Verzehr zur Verfügung. Natürlich gibt es unter unseren Haustieren auch solche Individuen, die es übertreiben (und sich dann mehrmals übergeben müssen). Wenn das nach Deinem Vierbeiner klingt, dann ist es ratsam den Topf mit Gras von Zeit zu Zeit außerhalb von deren Reichweite aufzubewahren. Du kannst Katzengras im Zoofachhandel, bei einem Gärtner oder im Pflanzenfachhandel kaufen. Natürlich kannst Du auch als DIY-Projekt Dein eigenes Katzengras anbauen.