Wie oft muss man mit einem Hund rausgehen?

Wie oft muss man mit einem Hund rausgehen?

Wie oft muss man mit einem Hund rausgehen?

21/07/2018

Ein Hund muss regelmäßig rausgelassen werden, das weiß jeder. Aber wie oft genau und wie lange sollte ein Spaziergang dauern? Lies hier in diesem Artikel, wie viel Zeit Dein Hund eigentlich zum Spazierengehen benötigt und was Du von Hundesittern oder vom Hundegassi-Service erwarten kannst.

Ein Hund wird aus verschiedenen Gründen hinausgelassen

  • Um sich zu erleichtern (Pinkeln und Häufchen)
  • Körperliche Aktivität
  • Schnüffeln
  • Interaktion mit anderen Hunden

Pinkeln und Häufchen

Natürlich lassen wir alle unseren Hund raus, damit er seine Notdurft verrichten kann. Gesunde, ausgewachsene Hunde sollten mindestens 3 Mal, vorzugsweise 4 Mal am Tag rausgelassen werden. Welpen und ältere Hunde brauchen wegen Unreinheit oder Inkontinenz dann öfter am Tag einen kurzen Spaziergang.

Ein Hund pinkelt nicht nur weil er "muss", sondern auch weil er Markierungen erneuern muss. Pinkeln ist daher ein wichtiger Teil des Spaziergangs. Auf diese Weise erkundet er die Umwelt und kommuniziert mit anderen Tieren. Also gib ihm Zeit zum Schnüffeln und Herumstöbern und lasse ihn aussuchen, wo er pinkeln möchte. 

Natürlich muss Dein Hund auch Häufchen machen, zumeist braucht er dazu etwas spazieren gehen bevor er überhaupt kann. Erwarte also nicht, dass Dein Hund innerhalb einer 5-minütigen Gassi-Runde alles erledigt, gib ihm Zeit einen guten Platz zu finden. Die meisten Hunde wollen ihre Notdurft auch nicht im eigenen Garten oder auf der Straße entrichten, sondern dies etwas weiter von zu Hause entfernt machen. Gehe also zuerst ruhig spazieren mit ihm und lass ihn dort hin wo er möchte. Vergiss nicht Kotbeutel mitzunehmen und den Hundekot aufzuräumen! :-)

Körperliche Aktivität

Das Bedürfnis nach körperlicher Bewegung hängt immer von Alter und Rasse ab und variiert auch je nach Hund. Ein Welpe muss sehr oft rausgehen (ca. alle 2 Stunden), aber dies sind dann auch oft sehr kurze Spaziergänge, bei denen man nicht wirklich vom Fleck kommt. Ein aktiver ausgewachsener Viszla, Retriever oder Border Collie muss normalerweise bloß 3 Mal am Tag rausgelassen werden, muss aber während des Spaziergangs auch laufen, spielen und "arbeiten" können. Ein Spaziergang kann dann schon 1,5 Stunden dauern, das ist dann ein richtig schöner Auslauf.

Natürlich brauchen Hunde, die alt oder krank sind, weniger körperliche Bewegung, aber sie wollen trotzdem mental herausgefordert werden. Ein Spaziergang kann dann auch lange dauern, wenn Du mit dem Hund zum Beispiel auf einer Bank im Wald sitzt und ihn einfach beobachten lässt was da alles los ist. Der Hund ist dann auch draußen und kann ruhig auch mal herumtollen, ohne seinen Körper bei langen Spaziergängen zu sehr zu belasten.

Schnüffeln

Wer den Hund eben mal schnell rauslassen möchte, kann manchmal vom Hund ziemlich enttäuscht werden, denn der möchte schnüffeln. Diese Schnüffelzeit ist sehr wichtig für das Wohlbefinden Deines Hundes. Durch das Schnüffeln verarbeitet Dein Hund viele Informationen über seine Umwelt. Gib ihm Zeit überall zu schnüffeln, es sorgt dafür, dass er nach dem Spaziergang viel zufriedener ist, somit ist er im Haus auch viel ruhiger.

Beagle schnüffelt

Interaktion mit anderen Hunden

Ein Spaziergang ist die perfekte Gelegenheit Hunde-Freunde aus der Nachbarschaft zu treffen. Soziale Kontakte sind für die meisten Hunde sehr wichtig. Lasse Deinen Hund - sofern beide Hunde wollen - mit anderen Hunden spielen.

Woher weiß ich, ob mein Hund oft genug und lange genug draußen war?

Hunde die ihre Energie draußen loswerden können, verhalten sich normalerweise zufrieden und ruhig im Haus. Hunde die drinnen nicht gut hören, unruhig sind und ständig nach Aufmerksamkeit suchen, konnten möglicherweise draußen nicht richtig spielen. Also geh zusammen mit ihm nach draußen und lass Deinen Hund schnüffeln, rennen und spielen!

Auch Übergewicht kann ein Zeichen sein, dass der Hund zu wenig Bewegung bekommt. Denke daran, dass Kondition langsam aufgebaut werden muss, also geh nicht einfach 1,5 Stunden mit einem Hund spazieren, wenn dieser das nicht gewohnt ist, sondern baue die körperliche Bewegung langsam mit 10 Minuten zusätzlicher Bewegungszeit Schritt für Schritt auf.

Hundebetreuung

Wenn Du ein Hundesitter bist und Hundespaziergänge anbieten möchtest, dann ist es wichtig, dass Du im Voraus mit dem Besitzer sprichst, wie dieser normalerweise Spaziergänge mit seinem Vierbeiner macht oder gestaltet. Besprich mit den Besitzern die persönlichen Bedürfnisse jedes einzelnen Hundes, denke an Rasse, Alter und dessen individuellen Zustand. Stelle vor Beginn des Spazierengehens sicher, dass für beide Parteien klar ist wie so ein Spaziergang mit dem Hundesitter genau aussehen wird. Es ist sehr wichtig, dass ihr miteinander gut ausmacht, was Dein Hund braucht und was nicht. 

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