Bergsteigen und Wandern mit Hund

Bergsteigen und Wandern mit Hund

22/07/2017

Bergsteigen und Wandern mit dem Hund gehört unbestritten zu den schönsten Erlebnissen. Dabei sind nicht nur die Hunde sondern auch Frauchen und Herrchen gefordert. Als Besitzer soll man stets aufmerksam sein und am besten vor dem Hund Begebenheiten erkennen, die er nicht alleine bewältigen kann oder soll. Man muss sich auch die örtlichen Gesetze und Begebenheiten durchgesehen haben, um zu wissen was erwünscht oder verboten ist. Im Wald beispielsweise ist es wichtig den Hund bei sich zu haben, läuft der Hund von sich aus weit weg und kommt nicht auf Rückruf zurück, kann dies rasch zu größeren Problemen mit der örtlichen Jagdgesellschaft und den Grundbesitzern führen. Deshalb: Wenn dein Hund im Wald nicht an deiner Seite oder in Rufnähe bleibt und du weißt, dass er auch auf Rückruf nicht sicher herkommen wird, nimm ihn an die Leine. Tut er dir an der kurzen Leine Leid, besorge dir einfach eine Schleppleine, da gibt es mittlerweile wirklich tolle, die nicht einmal im Gebüsch hängen bleiben :-)

Gehst du mit deinem Hund eine wirklich lange Tour, dann überlege gleich zu Beginn gut ob dein Hund das schaffen wird und falls du das Gefühl hast es könnte ihm zuviel werden, lass ihn lieber bei einem verantwortungsvollen Tiersitter und gehe die Tour alleine. Wir bei Pawshake sind im ganzen Lande und auch im Ausland vertreten. Unsere Webiste funktioniert auch am Smartphone, falls du dir die App noch nicht heruntergeladen hast, ist also auch das für unterwegs kein Problem. Online kannst du sehen, ob ein flexibler Tiersitter Zeit hätte, um auf deinen Hund aufzupassen, während du am Berg bist. Damit tust du so manchem konditionell oder gesundheitlich nicht so gutem Hund einen riesigen Gefallen und zeigst, dass du weißt, was dein Vierbeiner braucht.

Das oft als schwierig bezeichnete Thema "Hund auf beweideten Almen" ist eigentlich kein schwieriges, wenn man weiß worauf man schauen muss.

Von Unfällen auf Almen, zwischen Kühen, Menschen und Hunden, hört man in den letzten Jahren immer wieder Horrorgeschichten. Kühe sind keine Kuscheltiere und Almen sind kein Streichelzoo. Kühe sind aber auch keine furchtbaren Bestien, die Tag und Nacht darauf warten, dass Menschen mit ihren Hunden zu ihnen kommen und sie diese bedrohen oder verletzen können. Kühe handeln instinktiv, für Sie ist ein Hund eine potentielle Bedrohung für ihre Jungtiere, Mutterkühe verteidigen natürlich ihre Kälber. Man musst mit Respekt vor den hier weidenden Tieren die Alm betreten und damit du sie mit deinem Hund auch wieder genauso ruhig und entspannt verlassen kannst, haben wir hier für dich zusammengefasst was du beachten musst. Wenn du das einhältst und beachtest, wird dir und deinem Hund nichts passieren und ihr könnt die wunderbare Umgebung und eure Tour in vollen Zügen genießen.

Betrittst du also eine Alm, schaust du dir am besten zuerst kurz die Herde an:

  • Wo sind die Kühe?
  • Sind Stiere dabei?
  • Gibt es Jungtiere? 

Sind die Kühe etwas weiter entfernt, betritt die Alm mit deinem Hund an der kurzen Leine und lass ihn kein Aufsehen erregen. Benimmt sich dein Hund nicht gut, ist laut und zieht somit die Aufmerksamkeit der Kühe auf sich - das merkst du daran, dass sie näher kommen und/ oder euch interessiert ansehen - lass ihn sofort von der Leine. Sag ihm bestimmt er soll mitkommen und gehe selbst zügig, aber ruhig entspannt weiter deinen Weg zur Hütte oder zum anderen Ende der Weide, um diese wieder zu verlassen. Dein Hund ist sehr viel schneller und wendiger als jede Kuh. Die Kühe interessiert ausschließlich dein Hund, du bist für sie keine Bedrohung. Sag deinem Hund wenn er abschweift oder Angst hat, dass er mitkommen soll und bleib ruhig dabei, er schafft das alleine. Oft suchen sich die Hunde - sie sind ja klug! - ihre eigenen Wege um Teiche herum oder hinter dem Zaun, außen an der Herde vorbei, das ist sehr gut. Lasst ihn das machen und schau nur, dass du weitergehst, ruhig bleibst und dass dein Hund weiß, dass er mitkommen soll. Auch wenn er kurz verzweifelt und unkoordiniert wirkt, er schafft das. Glaub an deinen Hund und schau zu, dass er wieder zu dir kommt. Versuche nie ihn zu holen oder dich zwischen eine Kuh und deinen Hund zu stellen ;-) Er schafft das schon.

Wenn ihr nun schon erfolgreich durch Wald und über Almen gewandert seid und nun hoch hinauf in steileres Gebiet kommt, achte wieder darauf, dass dein Hund nahe bei dir bleibt. Belohne ihn für gutes Gehen und für gutes Verhalten. Genieße die schöne Aussicht und gib ihm immer auch zwischendurch mal einen Schluck Wasser, immerhin muss er weghecheln was du hinausschwitzen kannst beim Bergaufgehen Bei hohen Felsstufen, kann es sein, dass er deine Hilfe braucht - zeige ihm einen Weg mit der Hand an und führe ihn darüber, sag ihm, dass er auf dich warten soll oder zu dir kommen soll. Hilf ihm über zu hohe oder zu enge Stellen. Gemeinsames Aufgabenlösen macht total Spaß und verbindet unheimlich. :-)

Oben angekommen, nimmt man seinen Hund am besten wieder an die Leine, er wird sich gemütlich zu dir setzen und legen und ihr könnt gemeinsam die Aussicht und die Ruhe genießen, wieder Kraft tanken und euch mit Jause und Futter stärken. Abenteuer gemeinsam mit dem Vierbeiner sind doch das Schönste! Genießt den Sommer :-)