Deine Fellnase übernachtet beim Tiersitter? Das solltet ihr vorab besprechen

Deine Fellnase übernachtet beim Tiersitter? Das solltet ihr vorab besprechen

11/01/2016

Tiersitter ist ein Beruf mit jeder Menge Verantwortung, der eine gute Vorbereitung erfordert. Deshalb ist es notwendig, während des Kennenlerngesprächs so viele Fragen wie möglich zu stellen. Aber was solltet ihr eigentlich alles besprechen? Die Antwort lautet: So viele Dinge wie möglich ... Schieß los!

Das Verhalten Deines Hundes. Erzähle dem Hundesitter, wie Dein Hund drauf ist - und zwar ausführlich und ohne zu beschönigen! Ist er ein fröhlicher Hund? Viel Energie, oder eher gemütlich? Welches Spielzeug mag er? Wie verhält er sich im Umgang mit Kindern, anderen Hunden oder Katzen? Ist er leinenführig? Ist er sehr unabhängig oder vielleicht eher schüchtern? Fährt er gerne im Auto mit? In welchen Situationen bellt er? Wird er gerne gekuschelt, oder eher nicht? Bettelt er? Macht er Sachen kaputt? Alles, was Dir nur einfällt ... Der Hundesitter möchte und sollte das alles erfahren!


Wie sieht die tägliche Routine des Hundes aus? Erzähle dem Hundesitter, wie ein typischer Tag für Deinen Hund aussieht. Wie oft geht ihr spazieren, wie lange und wo? Sag ihm, wann Dein Hund für gewöhnlich gefüttert wird und welches Futter er bekommt, ob er Medikamente bekommen muss und ob er gesundheitliche Probleme hat. Erzähle ihm, wann der Hund schläft und wann er aktiv ist, wo sein Lieblingsplatz ist, wo er nachts schläft und ob bzw. wie lange er alleine gelassen werden kann. Es ist wichtig, die tägliche Routine des Hundes während der Betreuung so weit wie möglich einzuhalten. Es lohnt sich also, dem Tiersitter alles zu beschreiben.

Wie sieht die tägliche Routine des Hundesitters aus? Frage den Hundesitter, was seine Pläne für den Buchungszeitraum sind. Hat er tagsüber Aktivitäten geplant? Und wie passt das mit dem Hund? Wird der Hund beim Hundesitter zu Hause alleine sein müssen? Was hältst Du davon? Selbst, wenn Du einen „einfachen“ Hund hast, kann ein Aufenthalt bei Fremden zunächst stressig für ihn sein. Sorgt dafür, dass der Hund während des Betreuungszeitraums genügend Aufmerksamkeit erhält. Bitte darum, das ganze Hause sehen zu dürfen (oder die Teile, zu denen der Hund Zugang haben wird), sodass Du die gesamte Umgebung kennenlernst, in der Dein Hund sich aufhalten wird. Wo darf er sich aufhalten, und wird er sich sein eigenes Plätzchen aussuchen können? Stelle so viele Fragen, wie Du möchtest: Schließlich wird das ein vorübergehendes Zuhause für Deinen Hund!

Besprecht die Regeln: Erzähle dem Hundesitter, welche Signale Dein Hund kennt, und lass die beiden gemeinsam üben. So werden sie miteinander vertraut. Belohne Deinen Hund mit Lob oder Leckerchen, wenn es gut klappt. Besprecht, welche Regeln der Hund von zu Hause kennt, und welche beim Hundesitter gelten. Vielleicht darf der Hund zu Hause aufs Sofa, aber beim Hundesitter nicht. Hunde können sich ohne Weiteres an unterschiedliche Regeln an unterschiedlichen Orten gewöhnen, jedoch brauchen sie Zeit, die neuen Regeln zu lernen. Ein Hund sollte niemals bestraft werden. Eine wiederholte Aufforderung mit anschließender Belohnung, wenn der Hund der Aufforderung nachgekommen ist, reicht völlig aus. Er tut es nicht, um jemanden zu ärgern! 


Spaziergänge: Worauf muss geachtet werden Ist der Hund es gewohnt, von der Leine gelassen zu werden? Auch Hunde mit einem sehr guten Rückruf können sich anders verhalten, wenn ihre Bezugsperson nicht dabei ist. Ein verantwortungsbewusster Hundesitter lässt den betreuten Hund ausschließlich in einer sicheren, eingezäunten Umgebung frei laufen. Erzähle dem Hundesitter, wie Dein Hund sich draußen verhält, was er mag, und wovor er Angst hat. Hat der Hundesitter vor, mit dem Hund Autofahrten zu unternehmen? In diesem Fall sollte der Hund auch bei ihm im Auto gesichert werden, entweder, indem seine Autobox in das Auto des Hundesitters gestellt wird, oder mit einem Autogeschirr. Das ist nicht nur sicherer während der Fahrt, sondern verhindert auch, dass der Hund herausspringt, sobald der Hundesitter die Tür öffnet.

Die Erfahrung des Hundesitters Frage den Hundesitter nach seiner Erfahrung mit Hunden. Wie lange beschäftigt er sich schon mit Hunden? Hat er Erfahrung mit großen Hunden, kleinen Hunden, unterschiedlichen Rassen? Kümmert er sich regelmäßig um Haustiere? Kennt er sich mit der  Körpersprache der Hunde aus? Was würde er tun, wenn Dein Hund gestresst oder ängstlich reagiert? Fragen über Fragen - je mehr ihr über einander wisst, desto besser.

Erwarte das Unerwartete: Jeder Hund kann unerwartetes Verhalten zeigen, wenn er mit einer neuen Situation konfrontiert wird. Er kann Angst oder Stress zeigen, Trennungsstress, Winseln, sich anders gegenüber Kindern oder Hunden verhalten als sonst, usw. Sei Dir dieser Möglichkeit bewusst und frage den Hundesitter, wie er damit umgehen würde, bzw. besprecht, wie Du gerne möchtest, dass er damit umgeht. Falls ihr mehr darüber erfahren möchtet, wie sich Dein Hund in Deiner Abwesenheit verhält, könnt ihr natürlich eine Testübernachtung einplanen!

Wie halten wir Kontakt? Unterhaltet euch über praktische Dinge wie die Übergabe des Hundes, den Austausch von Kontaktdaten, usw. Auch die Notfallkontaktperson und die Kontaktdaten des Tierarztes sowie der Impfpass des Hundes sollten nicht vergessen werden. Der Hund sollte in jedem Fall gechippt und korrekt registriert sein, denn ob der Hund nun beim Besitzer oder beim Sitter ist: Man sollte immer auf Notsituationen vorbereitet sein.  Besprecht, wie Herrchen oder Frauchen auf dem Laufenden gehalten werden. Der Hundesitter kann beispielsweise ein tägliches Foto-Update bei Pawshake einstellen.



Zu guter letzt: Hör auf Dein Bauchgefühl Es ist wichtig, dass Du mit dem Hundesitter voll und ganz zufrieden bist und darauf vertrauen kannst, dass es Deinem Hund dort gut geht. Auch für den Tiersitter ist es wichtig, einen guten Draht zum Besitzer zu haben. Seid neugierig und offen. Ihr findet das alles sehr aufregend? Verständlich! Schließlich lernt ihr so neue Leute kennen. Um es Dir so einfach wie möglich zu machen, kannst Du Dir all Deine Fragen aufschreiben, oder aber diesen Artikel ausdrucken und zum Kennenlerngespräch mitnehmen.

Was möchtest Du bei einem Kennenlerngespräch besprechen? Teile Deine Erfahrungen mit uns auf unserer Facebook-Seite!