Erste Hilfe bei Katzen: So handelst Du bei Unfällen

Erste Hilfe bei Katzen: So handelst Du bei Unfällen

Erste Hilfe bei Katzen: So handelst Du bei Unfällen

25/04/2018

Man tut natürlich immer alles, um seine eigene Katze oder die Sitter-Katze glücklich und gesund zu halten. Manchmal passiert es trotzdem, dass ein Tier krank werden kann und abenteuerlustigen Katzen passiert vielleicht öfter einmal ein Missgeschick. Wie erkennt man die Symptome einer kranken Katze? Es ist stets wichtig zu wissen, wie man sich im Notfall verhalten soll. Wie leistest Du erste Hilfe bei einer Katze und was hast Du als Tiersitter bei Pawshake dann zu tun, wenn dein Sitter-Tier plötzlich krank wird?

Wie erkennt man, dass eine Katze krank oder verwundet ist?

Um die Symptome einer kranken Katze erkennen zu können, ist es wichtig zu verstehen, wie sich eine gesunde, glückliche Katze verhält. Eine gesunde Katze ist lebhaft, hat klare Augen und eine trockene Nase. Außerdem haben gesunde Katzen genug Appetit, kooten und pinkeln normal, das Fell ist dicht und die Haut intakt, die Katze hält sich sauber und bewegt sich geschmeidig und atmet ohne Probleme. Wenn sich diese Dinge plötzlich ändern, kann dies ein Zeichen dafür sein, dass die Katze krank ist oder Schmerzen hat. Lies hier mehr über Symptome einer kranken Katze.

Wenn Du Symptome von Krankheit oder Schmerzen erkennen kannst, ist es immer ratsam rasch den Tierarzt zu konsultieren. Aber was musst Du tun, bevor du zum Tierarzt gehst? Wir erklären Dir hier, was Du bei Unfällen oder Krankheiten tun kannst:

Erste Hilfe nach einem Unfall

Katzen können anständige Draufgänger sein. Und obwohl eine Katze 9 Leben hat, läuft natürlich auch einmal etwas schief. Ein unglücklicher Sprung Richtung Beutetier Vogel oder ein etwas wilderer Kampf mit der Nachbarskatze, kann leichte oder auch schwerere Verletzungen verursachen wie: 

  • Probleme beim Gehen oder sogar Hinken und Humpeln
  • Schmerzen bei Berührung
  • Wunden: Schwellungen oder Wundflüssigkeit im betroffenen Bereich, Blutungen
  • Atembeschwerden oder sogar Herzstillstand.

Gibt es offene Wunden? Um Infektionen vorzubeugen, kannst Du diese mit einer Kochsalzlösung reinigen. Leckt die Katze die Wunde stets weiter? Dann kannst Du vorsichtig einen Verband herumwickeln, um zu verhindern, dass die Katze die Wunde offen hält. Im Falle einer Verbrennung: Mindestens 10 Minuten die Verbrennung mit kaltem Wasser kühlen, bevor die Katze zum Tierarzt gebracht wird.

Leider kann es auch passieren, dass Du eine verletzte Katze vorfindest, z.B. nach einer Kollision mit einem Auto. Rufe den Tierarzt oder eine Tierambulanz direkt an und leiste selbst erste Hilfe. Denk daran, dass die Katze bei Schmerzen oder Angst beißen oder kratzen kann, sei also vorsichtig und benutze, wenn nötig, Handschuhe, sprich sanft mit der Katze und beruhige sie.

  • Bleibe ruhig und sichere die Umgebung der Katze, um für die Sicherheit der Katze und Dich selbst zu sorgen
  • Bewege die Katze nicht, sondern lege sie ruhig auf die Seite.
  • Versuche starke Blutungen mit einem sauberen Tuch zu stoppen
  • Bei Erbrochenem: Öffne vorsichtig den Mund der Katze und lege die Atemwege frei
  • Bei schweren Verletzungen: Gib der Katze nichts zu fressen oder trinken

Hat die Katze keinen Herzschlag mehr oder hat die Atmung aufgehört? Dann kann Reanimation helfen. Sieh Dir hier einen Leitfaden zur Reanimation von Hund und Katze an.

Erste Hilfe im Krankheitsfall

Natürlich kann es auch passieren, dass Deine Katze (oder Sitterkatze) plötzlich krank wird. Nicht alle Symptome müssen direkt schlimm sein. Eine Katze die sich ein paar Mal erbricht, muss nicht krank sein, sie kann auch ein Haarknäuel hervorwürgen oder vielleicht etwas gefressen haben, das wieder retour kommt oder nicht vollständig verdaulich war. Um besorgniserregendere Symptome zu erkennen, ist es wichtig, dass Du die gesunde Katze gut beobachtest, damit Du sofort siehst, wenn etwas nicht stimmt. Wenn Du eine Katze sittest, dann stelle sicher, dass Du eine ausführliche Einführung von den Besitzern erhältst, damit Du weißt, wie sich die Katze normalerweise verhält, frage auch nach Eigenarten - jede Katze ist anders ;) Bitte die Besitzer, viel über ihre Katze zu erzählen, damit du ihre Besonderheiten kennst. Hier die häufigsten Symptome im Krankheitsfall bei Katzen:

  • Schwierigkeiten beim Atmen
  • Fiepen und husten, abgehender Schleim
  • Feuchtigkeit von Augen und Nase
  • Ständiges Kratzen und Lecken
  • Erbrechen
  • Schwierigkeiten beim Urinieren / sehr wenig Urinieren
  • Durchfall
  • Plötzliche Unreinheit
  • Plötzliche Schläfrigkeit, Lethargie oder Lähmung
  • Gewichtsverlust 

Diese Symptome können auf viele unterschiedliche Erkrankungen hinweisen, es ist wichtig im Falle eines Auftretens von solchen Symptomen den Tierarzt anzurufen. Leiste bis dahin Erste Hilfe für Deine Katze:

  • Bleib ruhig
  • Halte die Katze warm / sorge für einen Korb mit Decken oder angewärmten (nicht heißen) Polstern
  • Sorge für einen ruhigen Platz ohne andere Haustiere und ohne Kinder, in einem abgedunkelten Raum
  • Stelle sicher, dass ausreichend Flüssigkeit zum Trinken vorhanden ist, insbesondere bei Durchfall. Trinkt die Katze sehr wenig? Verdünne Nassfutter oder feuchte Nahrung mit Wasser.
  • Verschmutzte Nase, Augen oder Anus können mit sauberer, angefeuchteter Watte vorsichtig gereinigt werden

Was soll ich als Tiersitter im Falle eines Unfalls oder Krankheitsfalls tun?

Wenn Du ein Haustier betreust, kann es immer passieren, dass Katze oder Hund krank wird oder einen Unfall hat. Um richtig handeln zu können, ist eine gute Vorbereitung nötig. Stelle sicher, dass Du immer nach dem Pass des Haustieres und den Kontaktdaten des Tierarztes fragst. Stelle sicher, dass zu Beginn des Sittens auch ein Reisekorb bereit steht und vorzugsweise auch ein Erste-Hilfe-Kasten. In einer solchen Box findest Du Dinge wie saubere Bandagen, Watte, Kochsalzlösung oder Desinfektionsmittel, Calendula-Salbe für Wunden und ein Thermometer.

Ist Dein Sitter-Tier krank oder verletzt, informiere den Besitzer immer verlässlich, zum Beispiel über die Pawshake App. Denk nicht, dass Du unnötig dem Besitzer Sorgen bereitest, sondern denk daran, dass er wissen muss, was mit seinem Tier los ist. Erzähle ruhig, was Du beobachtet hast und teile alle Deine Bedenken mit. Vielleicht kann der Besitzer Dir nützliche Informationen geben, er kennt sein Haustier am besten. Besprich mit dem Besitzer was die nächsten Schritte sind.

Im Falle, dass Du den Besitzer nicht erreichen kannst, handle! Die Sicherheit und Gesundheit des Haustieres ist von größter Bedeutung. Erste Hilfe leisten und den Tierarzt kontaktieren. Bei jeder Pawshake-Buchung ist das Haustier bei plötzlichen Erkrankungen oder Unfällen auch versichert, behalte daher auch die Rechnungen des Tierarztes. Lies hier mehr über die Pawshake Premium Versicherung.

Hast Du Zwiefel und brauchst Ratschläge, wie Du Dich verhalten solltest? Keine Panik. Schreibe an die Kundenbetreuung von Pawshake, unsere Mitarbeiter sind bereit Dir 24 Stunden am Tag zu helfen.