Haustiere transportieren – so wird's gemacht

Haustiere transportieren – so wird's gemacht

30/08/2015

Katzen

Die meisten Katzen mögen überhaupt nicht transportiert werden. Sorge für eine stabile Transportbox, die nicht zu allen Seiten offen ist. Wenn sie alles sehen kann, was um sie herum geschieht, fühlt sich eine Katze schnell unsicher. Die Box kann auch teilweise mit einem Tuch bedeckt werden. Natürlich muss dabei darauf geachtet werden, dass noch genug Luft in die Box gelangt.

Von Vorteil ist es, wenn die Katze sich in Ruhe an die Transportbox gewöhnen kann. Um zu verhindern, dass sie die Box mit der Reise assoziiert und sofort wegläuft, wenn sie die Box sieht, sollte man sie schon ein paar Tage vorher im Haus offen hinstellen und dort Leckerchen anbieten, sodass sie für die Katze zu einem angenehmen Ort wird. Wenn die Katze am Reisetag sehr gestresst ist, kann es helfen, ein Tuch oder Spielzeug mit Baldrian (eine beruhigende Kräuterart) oder mit Feliway (ein beruhigendes Katzenpheromon) in die Box zu legen. Wenn Du mehrere Katzen hast, transportierst Du sie am besten in separaten Boxen.

Hunde

Viele Hunde finden Auto fahren einfach klasse. Wenn dem nicht so ist, sollte man das als Halter gezielt üben und langsam aufbauen, um den Hund nicht zu überfordern. Der Hund muss im Auto gesichert werden - das ist nicht nur eine logische Schutzmaßnahme, sondern auch gesetzlich vorgeschrieben. Hier gibt es viele Möglichkeiten. Die sicherste ist wohl die Box im Kofferraum. Sehr weit verbreitet ist auch das Gitter zwischen Kofferraum und Rückbank, das verhindert, dass der Hund zum Fahrer gelangt. Dabei kann es Sinn machen, den Hund im Kofferraum zusätzlich anzuleinen, sodass er nicht weglaufen kann, falls sich bei einem Unfall die Heckklappe öffnet. Ein Hund kann auch - wie bei uns - auf der Rückbank mitfahren. In diesem Fall sollte er mit einem speziellen Autogeschirr angeschnallt sein, damit er bei einem Unfall nicht zum Flughund wird. Selbstverständlich sollte jeder Hund anfänglich sanft ans Autofahren gewöhnt werden, um Stress zu vermeiden.

Kaninchen, Meerschweinchen, Vögel

Für sie gilt Ähnliches wie für Katzen. Sie sollten in einer stabilen, dunklen Transportbox reisen. Bei Kaninchen und Meerschweinchen legt man am besten eine weiche Decke auf den Boden. Ein wenig Heu sorgt für einen vertrauten Geruch, auch wenn es häufig nicht angerührt wird, da die Tiere zu gestresst sind um zu fressen. Bei Vögeln bietet es sich an, ein wenig von der gewohnten Bodenbedeckung in die Box zu geben. Keinesfalls sollten diese Kleintiere in ihrem Käfig transportiert werden. Dieser bietet zu viel Spielraum und Ausblick und stellt durch im Käfig angebrachte Gegenstände eventuell sogar eine Verletzungsgefahr dar. Artgenossen gemeinsam oder getrennt in der Box? Das kommt auf den Einzelfall an. Manche fühlen sich besser, wenn ihre kleinen Freunde dabei sind, andere bekommen sich vor lauter Stress mit ihrem Mitbewohner in die Haare. Das sollte natürlich vermieden werden.

Immer mit der Ruhe

Für alle Tiere gilt: stets die Ruhe bewahren. Auch wenn sie piepen, fauchen, jammern … denn Ruhe wirkt ansteckend. Musst Du unterwegs anhalten? Sorge dafür, dass es im Auto kühl (bzw. im Winter warm) bleibt und lasse die Tiere nicht alleine.

Wenn kein Auto vorhanden ist, ist zur Not natürlich auch ein Transport mit dem Fahrrad oder öffentlichen Verkehrsmitteln möglich. Dabei musst Du darauf achten, dass die Transportbox gut gesichert ist. Durch die variableren Umweltgeräusche und mehr Bewegung stellt dies jedoch meist größeren Stress dar als die Fahrt mit dem Auto.

Zu Hause angekommen kannst Du Deinen Liebling natürlich extra verwöhnen! Das hat es schließlich toll gemeistert und so etwas darf belohnt werden :-)

 

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Viele Grüße,
Sabrina