Hilfe, überall Hundehaare! Alles über den Fellwechsel

Hilfe, überall Hundehaare! Alles über den Fellwechsel

Hilfe, überall Hundehaare! Alles über den Fellwechsel

30/05/2018

Es sieht so aus als ob es nie ein Ende haben würde: Dein Hund steckt mitten im Fellwechsel - er wechselt also seinen "Mantel" und du findest diesen im ganzen Haus verteilt. Jetzt, wo das Wetter wärmer wird, scheint der Fellwechsel schlimmer zu sein als sonst. Wie funktioniert das mit dem Fellwechseln aber genau? Was kannst Du tun, um es Deinem Hund so angenehm wie möglich zu machen und worauf solltest Du noch achten?

Das Hundefell ist schön, klug und hat viele Aufgaben, es hält den Hund gesund, trocken oder kühl ihn sogar. Die Haut Deines Hundes hält sich von selbst in Topform und das Fell reguliert die Temperatur. Zweimal im Jahr, wenn es wärmer oder kälter wird, beginnen viele Hunde und Katzen plötzlich viel Haar zu verlieren. Diese Fellwechsel-Periode kann 3 bis 4 Wochen dauern und kann eine große Reizung für das Tier selbst und eine Aufgabe für den Besitzer bedeuten. Bei manchen Hunden scheint der Haarausfall noch schlimmer zu sein, als bei anderen - die Menge an Haaren, die unsere Haustiere verlieren, kann beeindruckend sein. Es gibt einiges mit dem Du Dir und auch Deinem Vierbeiner helfen kannst.

Kenne das Fell Deines Hundes

Jedes Hundefell ist anders. Es kommt auch immer auf die Rasse an wie das Fell des Hundes ist und wieviele Haare er verliert. Deswegen hat auch jede Hunderasse eine andere Fellpflege nötig. Manche Hunde haaren das ganze Jahr hindurch ein bisschen. Dies sind zum Beispiel Hunde mit einem Fell, das gekürzt werden muss, wie das des Labaradoodles. Sie wechseln ihr Fell nicht zweimal im Jahr mit einem Mal, sondern verlieren es kontinuierlich ein bisschen. Lose Haare müssen regelmäßig ausgebürstet werden. Auch Hunde mit einem "Trimmfell" wechseln das Fell, aber die Haare bleiben im Fell hängen. Zweimal pro Jahr in der Zeit des Fellwechsels wird das tote Haar mit einem Trimmmesser oder per Hand herausgelöst bzw. gezupft, so dass der neuen Unterwolle Raum gegeben wird. Es ist wichtig, dass diese Hunde die richtige Fellpflege bekommen: Wenn Du zum Beispiel das Fell eines Hundes mit einem Trimmfell das Fell schneidest, wird sein Fell sehr stumpf und das tote Haar löst sich nicht, sondern beginnt zu jucken. Wenn Du Hundefell verfilzen lässt und ihn nicht oft genug bürstest, beginnt sich das Fell zu verheddern und Schmutz kann sich ansammeln.

Die meisten Hunde haben ein Fell, welches das ganze Jahr über bleibt wie es ist. Zweimal im Jahr verlieren diese Hunde dann im Fellwechsel plötzlich ganz viel Fell. Jetzt, wo es wärmer wird, ziehen viele Hunde ihren "Wintermantel" sozusagen aus und tauschen diesen gegen einen kürzeren und dünneren "Sommermantel" aus. Das Ergebnis: Du findest Haare im ganzen Haus und scheinbar will das Haaren nicht enden. Was kannst Du also dagegen tun?

Hund beim HundefrisörHunde mit einem immer wachsenden Fell verlieren allgemein weniger Haare, müssen aber dann und wann geschoren werden oder zum Hundefrisör.

Oft bürsten oder lieber nicht?

Hunde versorgen grundsätzlich ihr eigenes Fell gut. Dafür ist auch nicht viel nötig: Das Fell reguliert sich weitgehend selbst. In der Fellwechsel-Zeit können Hunde ihr Fell häufig lecken, Schlammbäder nehmen oder sich wälzen oder an etwas reiben, das tun sie um überschüssiges Haar loszuwerden. Der Fellwechsel regelt sich selbst und beginnt unter dem Einfluss von Temperatur und Licht. Wenn sich die Jahreszeiten ändern, reagiert das Fell des Hundes auf die neuen Umstände. Aber weil Hunde unter vielen verschiedenen Umständen leben, wird dieses natürliche Gleichgewicht manchmal gestört - im Winter z.B. wenn Hunde bei Besitzern wohnen, die sehr warm einheizen oder wenn sie im Sommer viele Temperaturwechsel mitmachen, wie z.B. von der Hitze draußen auf eine Klimaanlage im Inneren. Wir Menschen haben auch langhaarige und rauhaarige Rassen gezüchtet, die ihr eigenes Fell nicht ausreichend pflegen können und dabei unsere Hilfe brauchen.

Um dafür zu sorgen, dass der Zustand des Felles gut erhalten bleibt, ist es wichtig dem Hund ein bisschen zu helfen. Durch regelmäßiges Bürsten werden lockere Haare entfernt und vor allem in der Fellwechsel-Zeit kann das Bürsten dem Hund viel Erleichterung bringen. Bei kurz- und glatthaarigen Hunden ist es wichtig vorsichtig zu sein. Wenn der Hund nicht im Fellwechsel ist, ist das Bürsten kaum notwendig. Zu viel Bürsten kann nämlich auch die Haut schädigen.

Wähle immer die passende Hundebürste für Deinen Hund. Verwende für Hunde mit einem kürzeren Fell eine weiche Bürste (z. B. eine aus Gummi oder eine Borstenbürste). Für Hunde mit einem längeren und zum Teil verworrenen Fell kannst Du einen Kamm oder eine Glattbürste verwenden. Drücke beim Bürsten nicht zu fest ins Fell, um Hautirritationen zu vermeiden.

Um Verfilzungen zuvor zu kommen, ist es wichtig extra gut (und vorsichtig) zu bürsten:

  • Rund um die Ohren
  • Vorsichtig um die Schnauze
  • In den Achseln
  • Rund um die Fußsohlen und um die Zehen
  • Rund um die Rute

Bleibt Dein Hund bei einem Hundesitter? Dann sage Deinem Hundesitter welche Fellpflege Dein Hund braucht und gib ihm die richtige Hundebürste mit. Triff gute Vorkehrungen und erzähl Deinem Hundesitter alles wichtige, das er oder sie wissen muss, damit alles rund um die Fellpflege Deines Hundes funktioniert.

Waschen oder lieber nicht?

In der Fellwechsel-Zeit kann Waschen für manche Hunde eine Erleichterung bringen. Durch das fließende Wasser und ein neutrales Hundeshampoo kann man dem Hund helfen tote Haare loszuwerden. Danach kann man das Fell mit einem kühlen Fön trocknen, um ein Verheddern zu vermeiden, wenn Dein Hund das mag. Ist das Fell ganz trocken, kann man den Hund vorsichtig bürsten - dabei löst sich sehr viel loses Haar. Du kannst dies 1-2 Mal in der Fellwechsel-Periode machen. Hunde mit kurzem oder glattem Fell müssen nicht gewaschen werden, zu viel waschen kann das natürliche Gleichgewicht von Haut und Fell stören, darum sei hier bitte vorsichtig.

Und was mache ich mit den ganzen Haaren im Haus?

Tja, da bist Du wohl dazu verdammt extrem viel und gut staubzusaugen. Indem Du Deinen Hund draußen bürstest, begrenzt Du den Haarausfall im Haus. Aber Du wirst in dieser Zeit einfach mit dem Haare-Einsammeln im Haus fertig werden müssen. Lies hier unsere Tipps und Tricks um Hunde- und Katzenhaare loszuwerden